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Literaturabend "Das andere Gesicht der deutschbaltischen Literatur " 7.12.2006

Am 7. Dezember 2006 um 18.00 Uhr trat in der Stiftung Domus Dorpatensis im Rahmen der Veranstaltung „deutsch-estnische Literaturlandschaften“ Dr. Phil. Liina Lukas auf, die über das Thema “Das andere Gesicht der deutschbaltischen Literatur” sprach.


Zur Einleitung las sie die Kurzgeschichte “Emand Ronijala raut“ von Manfred Kyber vor, welche die übliche Vorstellung der Deutschbaltenliteratur widerlegt. Um dem Publikum die Deutschbaltenliteratur vorzustellen, hatte sie einige ins Estnische übersetzte Werke von deutschbaltischen Autoren, wie „Liebe Renata“ von Else Hueck Dehio, Mein Onkel Hermann. Erinnerung an Alt-Estland“ von Monika Hunnius,  Weltuntergang auf Dagö“ Edzard Scharper usw. mitgebracht. 


Es wurde über sogenannte „Ketzer“ in der deutschbaltischen Literatur geredet – über Autoren, die zu dieser Zeit über untypische Themen schrieben. Das Publikum hatte eine außergewöhnliche Gelegenheit den Verlauf des Abends selbst zu gestalten und die Autoren auszuwählen, über welche die Gäste länger berichten sollten. Ausgewählt wurden die zwei Schriftstellerinnen Laura Marholm und Ludmilla von Rehren.


Dr. Phil Liina Lukas sprach über Laura Marholm und ihr kompliziertes Schicksal, von ihrem Briefwechsel mit dem damals berühmten Literaturkritiker Georg Brandes, von ihrem Interesse für Ibsen und von ihrer sich über die Jahre verschlimmernde Geisteskrankheit. Laura Marholms Buch “Das Buch der Frauen”,  welches 1895 im Verlag Albert Langen in München publiziert wurde, wurde in Deutschland sehr bekannt. Marholms Werke sind von ihrer Autobiografie beeinflusst und öfters sind in den Büchern Konflikte bezüglich ihrer Familie und damaligen Wertvorstellungen vorzufinden. Marholm bewegte sich in Berlins Literaturkreisen und der berühmte deutsche naturalistische Schriftsteller Gerhard Hauptmann schrieb sogar eine Novelle über sie.


Die zweite Autorin, über die während des Literaturabends geredet wurde, war Ludmilla von Rehren. Sie stammte aus einer Bürgerfamilie und arbeitete später als Köchin, weil ihre Eltern für sie keinen passenden Ehemann fanden. Obwohl sie kein attraktives Äußeres besaß, war sie eine sehr geschätzte Gesprächspartnerin.  Ihr Buch „Herrenmoral“ zeigt romantische Elemente auf. Der Hauptdarsteller ist ein Este, der alle ausgezeichneten Fähigkeiten und Eigenschaften besitzt.


Gegen Ende des Abends hatten die Teilnehmer auch die Gelegenheit, Fragen zu stellen und es fand eine spannende Diskussion statt, wo auch das Thema  „Ketzerei“ der Autoren näher vorgestellt wurde, weil es während des Vortrags nur kurz angesprochen wurde.