Seminar "Einfluss der Wirtschaftskrise auf die Gesellschaft" 23.04.2009

 

Am 23. April 2009 fand im Domus Dorpatensis das Seminar “Der Einfluss der Wirtschaftskrise auf die Gesellschaft” statt. Vortragende waren Marju Lauristin und Kaia Kastepõld-Tõrs. Auch Vladimir Šokman war ursprünglich als Vortragender vorgesehen.

 

Da die Wirtschaft und die in ihr stattfindenden Veränderungen viel Gesprächsstoff bieten und sich auf alle Lebensbereiche auswirken, gab es Grund genug, Experten zu befragen, wie die Krise die Lebensqualität und die Einstellung der Menschen beeinflusst hat und wie man mit der neuen Situation zurechtkommen kann. Als erstes sprach Frau Marju Lauristin. Sie konnte als Mitverfasserin des „Weltentwicklungsberichts Estland“ den Einfluss der Wirtschaftskrise auf die Gesellschaft allgemein erläutern und die Probleme ansprechen, die uns in die jetzige Lage gebracht haben und wie man diese lösen kann. Frau Lauristins Fazit war, dass alles von unseren Werten abhängt und wir unsere Denkschemata ändern müssen, um aus der Krise herauszukommen.

 

Als zweiter Vortragender war Herr Bürgermeister Vladimir Šokman vorgesehen. Sein Vortrag hätte die Probleme der Wirtschaftskrise aus der Sicht der Stadt Tartu behandelt. Leider konnte Herr Šokman nicht am Seminar teilnehmen, da er kurzfristig erkrankt war. Seinen schriftlich ausgearbeiteten Vortrag finden Sie hier (auf estnisch).

 

Der dritte Vortrag wurde von Frau Kaia Kastepõld-Tõrs, Lektorin für Beratungspsychologie an der Universität Tartu und praktizierende Beraterin, gehalten. Sie sprach von der Wirtschaftskrise aus der Perspektive des Individuums. In ihrem Vortrag erklärte sie, wie Krisensituationen die Psyche des Menschen beeinflussen und über welche Schutzreaktionen der Mensch verfügt. Dennoch war der wichtigste Gedanke in ihrem Vortrag, dass man immer das Glas als halbvoll ansehen und ein Licht am Ende des Tunnels sehen sollte. Aus den Reaktionen und vielen Fragen des Publikums kann man schließen, dass das Seminar notwendig war. Hoffentlich hat jeder vom Seminar etwas mit nach Hause genommen, was hilft, die Wirtschaftskrise zu begreifen und zu überstehen.