Seminar „20 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer – 20 Jahre nach dem Baltischen Weg” 7.01.2010

Seit dem Fall der Berliner Mauer und dem Baltischen Weg sind etwas über 20 Jahre vergangen. Das Ziel der Veranstaltung war es, an die historischen Ereignisse zu erinnern, die zum Fall des Eisernen Vorhangs führten und sich darüber Gedanken zu machen, was sich in diesen 20 Jahren alles verändert hat. Unter anderem sollte die Veranstaltung Hintergrundinformationen von deutschen und estnischen Experten bieten und somit auch die Möglichkeit, die Ereignisse in Estland und Deutschland miteinander zu vergleichen.


Es referierten Dr. Olaf Mertelsmann (Dozent für Zeitgeschichte, Universität Tartu) und Prof. Dr. Marju Lauristin (Professorin für Sozialkommunikation, Universität Tartu, und estnische Bürgerrechtlerin).


Zur Einführung sahen wir einen kurzen Filmausschnitt auf englisch an, in dem Journalisten der Tageszeitung „Guardian” und Berliner Bürger auftraten, die ihre Erinnerungen an den Mauerfall schilderten. Hierauf folgte Herr Mertelsmanns Vortrag, der sich auf den historischen Hintergrund und auf die Folgen des Mauerfalls konzentrierte. Nach dem Vortrag sahen wir einen weiteren Filmaussschnitt, in dem diesselben Personen von ihren Erfahrungen und ihrem Leben heute, 20 Jahre nach dem Mauerfall, berichteten.


Nach der Kaffeepause führte ein kurzer Ausschnitt aus dem Film „Die singende Revolution” in die Thematik des Baltischen Weges ein. Prof. Lauristin sprach über die Ereignisse, die um den Baltischen Weg herum stattfanden und über die Gründe, warum und wie der Baltische Weg überhaupt organisiert wurde. Frau Lauristin konnte sehr interessant über die Details der damaligen Geschehnisse berichten.


Zum Schluss fand eine Diskussion und Fragerunde statt. Es wurden zahlreiche Fragen gestellt, wenn auch nicht alle direkt mit dem Thema zusammenhingen. Die Referenten beantworteten jedoch alle Fragen fachmännisch und detailliert. Vom Publikum kam der Vorschlag, auch an andere Jubiläumstage der Unabhängigkeitsbewegung mit einer Veranstaltung zu erinnern.




Die Veranstaltung wurde von der Konrad-Adenauer-Stiftung unterstützt.